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Serie Stiftungen in München II
Stiftung Maximilianeum
Die Stiftung Maximilianeum wurde im Jahre 1852 von König Maximilian II. von Bayern zu dem Zwecke gegründet, hochbegabten bayerischen Abiturienten ein sorgenfreies Studium an einer Münchner Universität zu ermöglichen. Seitdem Herzog Albrecht von Bayern im Jahre 1980 die Wittelsbacher Jubiläumsstiftung ins Leben rief, können auch weibliche Studierende aufgenommen werden
Der Stifter
Unter den zahlreichen kunst- und kulturbeflissenen bayerischen Herrschern aus dem Hause Wittelsbach ragt Maximilian II. (1811-1864) als besonders unermüdlicher Förderer der Wissenschaften hervor. So holte der König, der am liebsten Geschichtsprofessor geworden wäre, zahlreiche berühmte Gelehrte aus ganz Deutschland an die Universität seiner Landeshauptstadt. Darüber hinaus gründete er das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg sowie das Bayerische Nationalmuseum in München, reformierte das Schulwesen und rief nicht zuletzt die nach ihm benannte Stiftung Maximilianeum ins Leben.
Die Gründung
Schon als Kronprinz hatte Maximilian den Plan gefaßt, eine Einrichtung zur Förderung junger Studenten zu schaffen. Als er 1848 den Thron bestieg, ging er daran, sein ehrgeiziges Projekt zu realisieren. Der Landtag verweigerte ihm jedoch hartnäckig die nötigen Mittel. So griff Maximilian schließlich in seine Privatschatulle, als er 1852 das Athenäum gründete), welches fünf Jahre später in "Königliches Maximilianeum" umbenannt wurde. Das Attribut "königlich" verschwand im Gefolge der Novemberrevolution von 1918. Seitdem trägt die Einrichtung ihren heutigen Namen.
Der Stiftungszweck
Mit dieser Stiftung verband der König das Ziel, die sechsundzwanzig besten Abiturienten aus allen Teilen Bayerns ohne Ansehen ihres Standes und des Einkommens ihrer Eltern für den höheren Staatsdienst zu gewinnen. Zu diesem Zwecke ermöglichte er denjenigen, die das strenge Auswahlverfahren bestanden hatten, ein von materiellen Sorgen unbelastetes Studium an der Münchner Universität. Hatte Maximilian seine Stipendiaten zunächst auf die Rechtswissenschaft verpflichtet, ließ er ab 1860 auch die meisten anderen Fächer zu. Ausgenommen sind nach wie vor nur Medizin und Theologie für das geistliche Amt.
Die Stipendiaten erhalten freie Kost und Logis im Maximilianeum in München für die Dauer ihres Studiums (bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluß) sowie Gelegenheit zu einem einjährigen Auslandsaufenthalt und zur Teilnahme an Sprachkursen.
Sitz der Stiftung ist das repräsentative Gebäude am Ende der Maximilianstraße, dessen Architektur und Kunst im Stil der Neurenaissance noch heute vom Bildungsideal aus der Zeit der Gründung zeugen. Es ist, da das ursprüngliche Geldvermögen der Inflation der 1920er Jahre zum Opfer fiel, inzwischen auch einziges Kapital der Stiftung: Große Teile der Räume und des Grundstücks werden aufgrund eines Miet- und Erbbaurechtsvertrages vom Bayerischen Landrag genutzt. Der Name Maximilianeum steht heute also für dreierlei: die Studienstiftung, das Gebäude und das Bayerische Parlament.
.Mehr unter www.maximilianeum.mhn.de


