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Serie Stiftungen in München IV: BMW AG
Freude am neu:wagen
Die Autokonzerne stecken in der Krise, die Bundesregierung will sie fördern, indem sie die Kfz-Steuer für Käufer eines Neuwagens für gewisse Zeit erlässt. "Unternehmerisches Denken und Handeln zu fördern" ist auch das Ziel der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG. Sie wurde im Jahr 2000 von der BMW AG zu Ehren ihres langjährigen Vorstands Eberhard von Kuenheim gegründet. Unternehmerisches Denken und Handeln möchte sie allerdings über den wirtschaftlichen Kontext hinaus fördern - in allen gesellschaftlichen Bereichen. Unter dem Motto "Freude am neu:wagen" spricht sie Menschen an, die mit Können, Inititative und Verantwortungssinn handeln und den Mut haben, neue Wege zu gehen. Für diese Menschen schafft die Stiftung Handlungsräume. Sie vernetzt Akteure aus unterschiedlichen Wissensbereichen und entwickelt in gemeinsamer Arbeit Pilotprojekte, die in reformbedürftigen Bereichen für Bewegung sorgen. Ob im Arbeitsmarkt, in Schule oder Kommunalpolitik - mit ihren Projekten antwortet die Stiftung auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen und erprobt hierfür neue Lösungsmodelle. Ziel ist dabei immer, dass nach Ende der aktiven Stiftungsarbeit das Projekt weiter besteht und im Alltagseinsatz nachhaltig Wirkung zeigt. Insofern versteht die Stiftung ihre Arbeit als gesellschaftliche Entwicklungsdienstleistung
"Unternehmen statt unterlassen" ist ganz im Sinne von Eberhard von Kuenheim, der zu sagen pflegte "Unternehmer sind dazu da, Probleme zu lösen", das Motto der Stiftung. So unterstützt sie etwa die Glasmacher von Theresienthal, die ihr Unternehmen und damit ihre Arbeitsplätze retten wollten. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und "Drittem Sektor" werden unkonventionelle Lösungen für Theresienthal entwickelt, mit dem Ziel die Glasmanufaktur langfristig wieder marktfähig zu machen.
Die Idee, die schließlich ausgeführt wird: Als Gegenleistung für ihr Arbeitslosengeld bauen die Glasmacher ihr Unternehmen wieder auf und integrieren sich selbst in den Arbeitsmarkt. Ab August 2004 wird in der Glasmanufaktur wieder gebrannt, im April gibt die Eberhard von Kuenheim Stiftung die unternehmerische Verantwortung an einen privaten Unternehmer ab.
In Zeiten der Finanzkrise wird die Stiftung gewiss weiterhin viel zu tun bekommen.
Mehr unter www.kuenheim-stiftung.de


