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Spendersuche auf moderne Art

Wer drin ist, ist drin

Martin Heibel

"Komm in die email Inbox eines Nutzers und du bist dabei." Mit diesem griffigen Satz erklärte Martin Heibel von der Münchner Intraworlds GmbH, warum das Internet für Fundraiser immer wichtiger wird. In seinem Vortrag "Das Internet als Dialoginstrument der Zukunft" auf dem Fundraising Tag am 7. Juni im Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität München machte er deutlich, wie wichtig es ist, Spender online zu finden.

Jüngst habe er ein seltsames Ding in der Post gehabt, das er lange nicht gesehen hatte, erzählte Heibel. Auf einer Folie zeigte er dabei ein Überweisungsformular von Unicef. "Das legt der Spender beiseite, schaut es vielleicht irgendwann nochmal an, aber ob er es wirklich verwenden wird, ist fraglich". Wie viel besser sei es dagegen, wenn ein Spendenaufruf per email komme und man mit nur einem Klick schon auf 's Spendenformular komme. Die Vorteile lägen auf der Hand: Zum einen sei diese Form des mailings wesentlich kostengünstiger, zum anderen auch schneller. Email blasts gingen heute nach einer Katastrophe bereits innerhalb von 24 Stunden raus, so Heibel. "Wer als erster in der inbox ist, hat die besten Chancen."

Auch die Argumente "Meine Spender sind aber schon älter und nutzen kein Internet" konnte er entkräften. Laut Statistischem Bundesamt seien 50 Prozent aller Menschen täglich online, darunter auch sehr viele über 55-Jährige. Die Zukunft liege ohnehin im Internet. "Die heute 40-Jährigen werden auch in zehn, 20 Jahren noch intensiv das Internet nutzen." Auch der Anteil der online erworbenen Spenden sei seit dem Anschlag aufs World Trade Center enorm gestiegen. 57,6 Prozent aller Spenden würde heute via Internet geworben.

Auch für die Form des Internet-Kontaktes hat Heibel einen Tipp: den community-orientierten Spenderdialog. "Communities wie etwa Xing für Businesskontakte haben heute großen Zulauf." Wenn es gelinge, seine Spender in die eigene community zu locken, habe man schon gewonnen. "Und wenn es auch zunächst nur Interesse an dem Thema ist und das Spenden vielleicht später dazu kommt." Dass zehn Prozent aller Neuspender durch Empfehlung von Freunden zu einer Organisation kämen, spreche ebenfalls für die Community.

 

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